Allgemeines

Lehrende:r
Dr. Carmen Wulf

Veranstaltung
Evaluation eines metakognitiven Trainings

Modul
päd535 Projektauswertung

Fakultät
I – Bildungs- und Sozialwissenschaften

Institut
Pädagogik

Empfohlenes Semester
3.–5.

Turnus
Wöchentlich, variabel

Anzahl Studierende
Durchschnittlich 12

KP des Moduls
12

Prüfungsform
(Exposé); Projektbericht

Kategorien
Bildungswissenschaften und Pädagogik
FLiF & FLiF+
Forschendes Lernen

Kurzbeschreibung

Im Rahmen des Projektes wurde in einer triangulativen Herangehensweise die Wirkung eines gruppentherapeutischen Trainings zur Behandlung erwachsener Depressionspatient_innen und die Zufriedenheit der Teilnehmenden und Durchführenden mit dem Training untersucht. Für das quantitative Prä-Post-Design wurde ein Fragebogen aus etablierten Skalen und selbstentwickelten Items zusammengestellt und bei einer Stichprobe von Depressionspatient_innen einer kooperierenden Tagesklinik eingesetzt. Die Beurteilung der Durchführenden wurde mittels eines leitfadengestützten Interviews erhoben. Die quantitative Auswertung erfolgte deskriptiv (Bildung und Beschreibung verschiedener Skalen) und inferenzstatistisch (Wilcoxon-Test, U-Test, Korrelationsanalysen).Die qualitative Auswertung orientierte sich an der Qualitativen Inhaltsanalyse. Die Ergebnisse weisen auf eine deutliche Verbesserung der depressionsspezifischen Symptome durch das Training hin.

Umsetzungsstufen des Forschenden Lernens

Darstellung der Umsetzungsstufen des Forschenden Lernens
Die in der Veranstaltung umgesetzten Stufen sind farbig markiert.
Dieser Link führt zur barrierefreien Beschreibung der Matrix des Forschenden Lernens. 

Umsetzung

In der zweisemestrigen Konzeption des Projektes wurde zu Beginn lediglich der thematische Rahmen und ein möglicher Kooperationspartner vorgegeben (Rahmen: Evaluation einer Gruppenintervention). Die konkrete Ausgestaltung der Fragestellung mit individuellen inhaltlichen Schwerpunkten wurde ebenso wie das methodische Design und das Erhebungsinstrument im ersten Semester gemeinsam festgelegt. Im zweiten Semester wurden die selbst erhobenen Daten von den Studierenden eingegeben, eigenständig ausgewertet und für eine Abschlusspräsentation zusammengestellt. Die Studierenden haben größtenteils eigenständig einen kompletten Forschungsprozess durchlaufen und diesen mündlich präsentiert sowie abschließend schriftlich in Form eines Projektberichtes zusammenfassend dargestellt.

Kompetenzentwicklung

  • Starke Verbesserung der forschungsmethodischen Kompetenzen.
  • Die Fachkompetenzkann nicht beurteilt werden.
  • Starke Verbesserung der Schlüsselkompetenzen (z.B. Analyse und Problemlösungsstrategien, Kommunikations-und Teamfähigkeit, Recherche-und Präsentationstechniken).

Bewertung und Empfehlungen

Bewährt hat sichdie zweisemestrige Konzeption, die mit den Modulen verbundene Methodenberatung, der Wechsel zwischen Plenumsphasen und Phasen eigenständigen Arbeitens, flexible Termine zur Betreuung der Studierendengruppe und die Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner.

Die Gruppengröße mit 12 Personenwar zwar in Ordnung, aber durch die unterschiedlichen Schwerpunkte der Studierenden auchstark ander kapazitären Betreuungsgrenze.

Die Studierenden haben Ihre Prüfungsleistung in Zweierteams bearbeitet (möglich wäre auch eine einzige Gruppenleistung gewesen). Für den Lernerfolg und die Zusammenarbeit der Studierenden war dassinnvoll, da im Projektverlauf das unterschiedliche Tempo und die verschiedenen Ansprüche der Studierenden sehr deutlich wurden. Allerdings vervielfacht sich so auch der Feedback- und Begutachtungsaufwand.

Schwierig war die zeitliche Koordination der Veranstaltung mit weiteren Lehrveranstaltungen und mit den nebenberuflichen Terminen der Studierenden.

Ungünstig war, gerade in Phasen des eigenständigen Arbeitens, auch die Raumsituation: Da nicht absehbar war, an welchen Terminen ein Raum nicht benötigt wurde, musste ein Raum für das ganze Semester gebucht werden und Einzeltermine im Raumbüro abgesagt werden. Hier wäre ein bestimmtes Kontingent an kleineren Projekträumen sinnvoll, die bei Bedarf gebucht werden könnten.

Veränderungen: Beim nächsten Mal sollten die Schritte stärker während des Forschungsprozesses “kontrolliert” werden, um den Studierenden zeitnah eine Rückmeldung geben zu können, falls Schritte noch nicht vollständig oder noch nicht ausreichend gut umgesetzt wurden. Teilweise wurde deutlich, dass kein kontinuierliches Arbeiten stattgefunden hat.