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Pflanzen in der Umgebung

Pflanzen in der Umgebung

Einleitung

„Ausgangspunkt sachunterrichtlicher Lernprozesse sind die Erfahrungen und die Lebenswelt der Kinder. Der Sachunterricht liefert dann einen Rahmen, in dem die Schülerinnen und Schüler über sachbezogene Lerntätigkeiten ihre Erfahrungen weiterentwickeln und dabei zentrale Kompetenzen erwerben.“


„Ausgangspunkt sachunterrichtlicher Lernprozesse sind die Erfahrungen und die Lebenswelt der Kinder. Der Sachunterricht liefert dann einen Rahmen, in dem die Schülerinnen und Schüler über sachbezogene Lerntätigkeiten ihre Erfahrungen weiterentwickeln und dabei zentrale Kompetenzen erwerben.“
(GDSU (Hrsg.) 2013, S.10)

In der entwickelten Unterrichtsstunde zum Thema Pflanzen in der Umgebung für eine fiktive vierte Klasse einer Grundschule steht deshalb die Lebenswelt “Schulgarten” im Fokus. Die Schülerinnen und Schüler (im Folgenden SuS genannt) erarbeiten im Rahmen der Doppelstunde fachliche Hintergründe zu Pflanzen aus dem Schulgarten. Auch aus anderen Bereichen der Lebenswelt der Kinder können Erfahrungen und Eindrücke in das Unterrichtsgeschehen einfließen. Es wird eine Verknüpfung von Lebenswelt und fachlichen Inhalten ermöglicht. Außerdem stehen die Konzepte Sprachsensibilität und Digitalität im Vordergrund. Die fachlichen Inhalte werden sprachsensibel aufgearbeitet und der Lernprozess durch digitale Medien unterstützt. Ein bildungssprachlicher Kompetenzerwerb und der Ausbau dessen kann durch die Unterrichtsstunde ebenfalls erfolgen. Individuelle Lernvoraussetzungen der SuS können durch das bereitgestellte differenzierte Material beachtet werden.

In dieser Stunde beziehen wir uns exemplarisch auf Pflanzen aus dem Schulgarten. Eine Erweiterung der Auswahl oder Anpassung ist jederzeit möglich. So könnte man auch ein angrenzendes Wald- oder Wiesenstück besuchen. Die Umsetzung der Stunde sollte im Frühjahr erfolgen, da die Pflanzen zu dieser Zeit blühen und die SuS dies auch draußen an den Pflanzen erkennen können.  

Sachanalyse

Alle Pflanzen, die man auf unserer Erde finden kann, sehen unterschiedlich aus und wachsen unter verschiedenen Bedingungen. Da sich die Unterrichtsstunde auf den Schulgarten bezieht, stellen die Pflanzen Brombeere, Ahorn, Kastanie, Löwenzahn und Sonnenblume den Unterrichtsgegenstand dar. Die dargelegten Lebensbedingungen der Pflanzen beziehen sich auf den Standort Deutschland.

Unter den Begriff der Brombeere fallen einige Arten der Rosengewächsgattung Rubus, weshalb der botanische Name (im Folgenden mit bot. abgekürzt) der Echten Brombeere Rubus fruticosus ist. Sie wächst an Waldrändern und in lichten Waldstellen als Halbstrauch in Gebüschen (vgl. Brockhaus 2021a). Veredelte Formen dieser artenreichen Gruppe der Rosengewächse findet man auch in Gärten (vgl. ISIS 1997, S. 136). Charakteristisch für die Brombeere sind ihre dornigen Zweige und die weißen bis rosenroten Blüten. Die Sammelfrüchte dieser Pflanze sind schwarz bis schwarzrot und haben bei einigen Arten eine glänzende Oberfläche (vgl. Brockhaus 2021a). Bienen finden bei diesem Rosengewächs viel Nektar und viel Pollen, vor allem in ihrer Blütezeit von Mai bis August (vgl. BMEL (Hrsg.) 2020, S. 16). Neben der Echten Brombeere gibt es noch weitere Arten der Brombeere, die ebenfalls unter die Rosengewächsgattung Rubus fallen, wie zum Beispiel die Moltebeere (bot. Rubus chamaemorus) und die Aakerbeere (bot. Rubus arcticus) (vgl. ebd.). Die Brombeere zählt zu den wichtigsten einheimischen Obstgehölzen und Beerensträuchern und gilt damit als Nutzpflanze (vgl. Stützel 2010, S. 48f.).

Der Ahornbaum gehört der Gattung der Ahorngewächse an und wird im wissenschaftlichen Gebrauch als Acer bezeichnet. Zu finden ist dieser vor allem in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel. In dieser Unterrichtsstunde wird lediglich der Bergahorn (bot. Acer pseudoplatanus) behandelt. Der ebenfalls weit verbreitete Spitzahorn (bot. Acer platanoides) und der Feldahorn (bot. Acer campestre) werden außer Acht gelassen. Der Bergahorn wächst vor allem in Mittelgebirgen und den Alpen und wird bis zu 25 Meter hoch (vgl. Brockhaus 2021b). Er „[…] bevorzugt feuchtes, subatlantisch geprägtes Klima“ und wächst in Mischwäldern (Bartsch/ von Lüpke/ Röhrig 2020, S. 99). Für das Wachstum eines Bergahorns eignen sich viele Böden und Klima (vgl. ebd., S.100). Dieser Baum weist einen hohen Nektar- sowie einen mäßigen Pollengehalt auf und ist daher wichtig für die Bienen, vor allem in seiner Blütezeit von Anfang April bis Ende Mai (vgl. BMEL (Hrsg.) 2020, S. 15). „Charakteristisch sind die meist stark gelappten Blätter und die geflügelten Spaltfrüchte […]“, die der Ahorn an sich trägt (ISIS 1997, S. 20).

Die Kastanie wird in der Botanik als Castanea bezeichnet und gehört zu der Gattung der Buchengewächse, die zwölf Arten umfasst (vgl. Brockhaus 2021c). Als bekannteste Art dieser gilt die Edelkastanie, dessen Nussfrüchte essbar sind (vgl. ISIS 1997, S. 457). Es gibt zudem die sogenannte Rosskastanie (bot. Aesculus), die in die Gattung der Rosskastaniengewächse sowie der Seifenbaumgewächse fällt und in dieser Unterrichtsstunde untersucht wird (vgl. Brockhaus 2021d). Dies sind „[…] sommergrüne Bäume oder Sträucher mit gegenständigen, fünf- bis neunzählig gefingerten Blättern […]“, an denen in aufrechten Rispen angeordnete Blüten wachsen (Brockhaus 2021d). Diese Art der Rosskastaniengewächse wird als mäßig giftig eingestuft (vgl. Weilemann/ Ritter-Weilemann 2016, S. 156). Die Blütezeit der Rosskastanie beschränkt sich auf den Monat Mai (vgl. BMEL (Hrsg.) 2020, S. 19).

Die Bezeichnung Löwenzahn steht für zwei Korbblütlergattungen, die sich stark ähneln: die Kuhblume (bot. Taraxacum) und das Milchkraut (bot. Leontodon) (vgl. Brockhaus 2021e). Kuhblumen „[…] sind gelb blühende, Milchsaft führende Rosettenpflanzen mit buchtig fiederspaltigen Blättern“, die auf einer Grundrosette angeordnet sind (ebd.). Der Milchsaft, der sich in dem Löwenzahn befindet, ist mäßig giftig und sollte deshalb mit Vorsicht behandelt werden (vgl. Weilemann/ Ritter-Weilemann 2016, S. 154). Der Löwenzahn blüht von April bis Mitte Juni und stellt den Bienen sehr viel Nektar und Pollen zur Verfügung (vgl. BMEL (Hrsg.) 2020, S. 25). Zum Wachsen benötigt diese Pflanze Sonne und tiefgründige Böden, ist aber auch anpassungsfähig (vgl. ebd.). Standorte, an denen der Löwenzahn häufig zu finden ist, sind Wiesen, Weiden und Wegesränder (vgl. ebd., S. 11).

Auch die Sonnenblume (bot. Helianthus) fällt in die Gattung der Korbblütler und besitzt gelbe Blüten (vgl. Brockhaus 2021f). Wächst sie auf trockenen bis mäßig frischen, nährstoffreichen Böden, kann sie bis zu drei Meter hoch werden (vgl. BMEL (Hrsg.) 2020, S. 32). Die Blütezeit der Sonnenblume erstreckt sich über die Monate Juli bis September (vgl. ebd.). Auch diese Pflanze spendet den Bienen viel Nektar und Pollen (vgl. ebd.). Da die Kerne der Sonnenblume einen Gehalt von etwa 50% fettem Öl enthalten, wird diese Pflanze in der Landwirtschaft als Nutzpflanze zur Gewinnung von Sonnenblumenöl angebaut. Einige Arten werden aber auch als Gartenzierpflanze verwendet (vgl. Brockhaus 2021f).

Didaktische Begründungen

Das Unterrichtsthema Pflanzen in der Umgebung legitimiert sich durch das Kerncurriculum Sachunterricht (Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.) 2017). Für die Perspektive Natur, unter dem Aspekt Pflanzen und Tiere auf der Seite 21, ist folgende Kompetenz aufgeführt:

Die Schülerinnen und Schüler erkunden verschiedene Lebensräume und beobachten, ordnen und bestimmen typische Pflanzen […].”

(Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.) 2017, S. 21)

Das Thema Pflanzen in der Umgebung wird in dieser Doppelstunde mit dem Lebensraum Schulgelände verknüpft. Die SuS erkunden dazu das Schulgelände, speziell den Schulgarten, und entdecken ausgewählte Pflanzen. Gegenstand der Stunde stellen exemplarisch Pflanzen des Schulgartens dar. Diese wurden dahingehend ausgewählt, ob die SuS diese auch im Schulgarten finden können. Aufgrund des Vorhandenseins im Schulgarten stellen demnach die Pflanzen Ahorn, Löwenzahn, Sonnenblume, Kastanie und Brombeere den Unterrichtsgegenstand dar.

Begründet werden kann die exemplarische Auswahl der Pflanzen auch in Bezug auf die Lebensweltorientierung.

„Hinsichtlich der Auswahl der Unterrichtsinhalte stellt die Lebenswelt das Bezugsfeld eines kind- und schülerorientierten Unterrichts dar, der an die Erfahrungen, Interessen und Erlebnisse der Schülerinnen und Schüler anknüpft.“

(Nießeler 2015, S. 28)

Durch die Auswahl der Pflanzen, die sich im Schulgarten befinden, wird ein Bezug zur Lebenswelt der SuS hergestellt. Erfahrungen und Eindrücke, die die SuS bereits im Schulgarten machen konnten, werden aufgegriffen. Auch solche, die in anderen Gärten gemacht wurden, können in das Unterrichtsgeschehen mit einfließen.

„Interesse und Neugierde an der und für die Sache bilden eine wichtige Voraussetzung für die weitere Begegnung mit Fragen und Themen der natürlichen […] Umwelt.“

(GDSU (Hrsg.) 2013, S. 25)

Durch den Bezug zur Lebenswelt der Kinder werden die Neugier und das Interesse geweckt.

„Ein interessensgeleiteter Zugang zur Lebenswelt und eine erkenntnisorientierte, aktiv-forschende Grundhaltung gegenüber der Welt sind geprägt durch positive Gefühle und Einstellungen, durch den Willen, etwas Neues zu erfahren und durch die Bereitschaft Dinge […] als persönlich bedeutsam zu erachten und auf sie zu zugehen.“

(GDSU (Hrsg.) 2013, S. 25)

Eine aktive und interessierte Haltung seitens der SuS ist für den weiteren Unterrichtsverlauf wichtig.

Die Pflanzen, die im Unterricht behandelt werden, stellen nur eine exemplarische Auswahl aller Pflanzen dar. Bei der Auswahl wurde berücksichtigt, dass sich sowohl Blumen, Bäume als auch Sträucher in der Unterrichtsstunde wiederfinden, um die Vielfalt der Pflanzenarten aufzugreifen. Dadurch wird den SuS ermöglicht, ihr erworbenes Wissen auch in einen größeren Zusammenhang zu stellen und in ihrer Lebenswelt weitere Pflanzen in Form von Bäumen, Blumen und Sträuchern entdecken zu können. Ahorn und Kastanie stellen hier exemplarisch den Baum dar, die Sonnenblume und der Löwenzahn die Blume und die Brombeere den Strauch.   

Andere Pflanzen können ebenso den Unterrichtsgegenstand darstellen. Zu beachten ist dabei, dass die SuS die Pflanzen in ihrer direkten Lebenswelt entdecken können. Alternativ könnte man, anstelle des Schulgartens, ein angrenzendes Wald- oder Wiesenstück erkunden und die dort wachsenden Pflanzen untersuchen. Die Materialien sollten dann entsprechend angepasst werden.

Die SuS erfahren fachliche Hintergründe zu Teilen ihrer Lebenswelt. Pflanzen spielen in der Lebenswelt der SuS eine Rolle. Die Herangehensweise an diese Pflanzen wird durch die Unterrichtsstunde ermöglicht. Die Bedeutung des Themas für die Gegenwart der Kinder ist gegeben, da die aktuelle Lebenswelt, der Schulgarten, die Pflanzen beinhaltet und die Kinder täglich mit den Pflanzen in Berührung kommen.

„Einerseits ist der Mensch selbst Bestandteil dieser Natur, andererseits ist sein Verhältnis zu ihr dadurch gekennzeichnet, dass er diese erforschen, verändern, nutzen und gestalten kann.”

(GDSU (Hrsg.) 2013, S. 37)

Daraus begründet sich auch eine Verantwortung seitens der SuS gegenüber der lebenden Natur (vgl. GDSU (Hrsg.) 2013, S. 37). Der Gegenwartsbezug des Unterrichtsthemas ist auch dadurch gegeben, dass die SuS lernen, ihre Umwelt bewusst wahrzunehmen und insbesondere mit der belebten Natur sorgsam umzugehen.

„Für Gegenwart und Zukunft kommt es darauf an, das Verhältnis von Mensch und Natur unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit zu gestalten […].”

(GDSU (Hrsg.) 2013, S. 37)

Auch für die Zukunft der SuS stellt das Thema demnach eine Bedeutsamkeit dar. Im weiteren Verlauf ihres Lebens werden sie nicht nur mit Pflanzen und insbesondere deren Wichtigkeit für Mensch und Tier konfrontiert, sondern auch mit darüber hinausgehenden Themen wie Umweltschutz, Klimawandel und Nachhaltigkeit. Der Klimawandel ist ein sehr großes und übergeordnetes Thema, doch die Unterrichtsstunde stellt eine Verbindung zwischen Menschen und Pflanzen dar und sensibilisiert die SuS im Umgang mit Pflanzen. Die Unterrichtsstunde soll eine erste Herangehensweise an das Themengebiet Pflanzen darstellen und kann eine Basis für die Zukunft liefern.

„Eine elementare naturwissenschaftliche Bildung führt Grundschülerinnen und -schüler, ausgehend von eigenen Erfahrungen und auf der Grundlage exemplarischer und für sie bedeutsamer Beispiele, zur Begegnung, Erschließung und Auseinandersetzung mit Grundfragen der Beziehung von Mensch und Natur.”

(GDSU (Hrsg.) 2013, S. 38)

Nach dieser Unterrichtsstunde kennen die SuS Merkmale verschiedener Pflanzen und können ihr Wissen anschließend auch auf weitere Pflanzen transferieren und diese als solche identifizieren.

Als Grobziel der Stunde ist folgende Kompetenz vorgesehen:

  • Die Schülerinnen und Schüler erkunden verschiedene Lebensräume und beobachten, ordnen und bestimmen typische Pflanzen.

Damit es den SuS gelingt, die erwartete Kompetenz zu erreichen, sind folgende Feinziele entscheidend:

  • Die Schülerinnen und Schüler informieren sich mit Hilfe von der Bienen-App über bestimmte Pflanzen.
  • Die Schülerinnen und Schüler strukturieren ihre gesammelten Informationen in Form eines Steckbriefes.
  • Die Schülerinnen und Schüler erkunden den Schulgarten und entdecken mit Hilfe von Bildern ihre Pflanze.
  • Die Schülerinnen und Schüler präsentieren mit Hilfe von Satzanfängen ihre gesammelten Ergebnisse in Form eines Museumsrundgangs.

Um den Bezug zur Lebenswelt zu ermöglichen, wird zunächst ein Einstiegsgespräch mit den SuS erfolgen. Mit Hilfe des Stummen Impulses (siehe methodische Analyse) erfahren die SuS den Unterrichtsgegenstand und damit auch den Bezug zu ihrer Lebenswelt, dem Schulgarten. Um die fachlichen Hintergründe zu erarbeiten und das Wissen zu erlangen, arbeiten die SuS mit einer App des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Durch die Arbeit mit der App können die SuS das erste Feinziel erreichen. Dies stellt ein kognitives Ziel im Bereich Wissen dar (vgl. Meyer Junker 2016) und bezieht sich auf den „Anforderungsbereich I: Wiedergeben und beschreiben” (Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.) 2017, S. 11). Speziell entnehmen die SuS der App Informationen und verstehen dabei die dargestellten Inhalte und Symbole, gleichzeitig analysieren sie die dargestellten Inhalte in Bezug auf deren Wichtigkeit. Dementsprechend ist dieses Feinziel sowohl auf der 2. Stufe „Verstehen“ als auch auf der 4. Stufe „Analyse“ zu verordnen (vgl. Döring 2010, S. 4).

Um die gesammelten Informationen in eine Struktur zu bringen, erstellen die SuS einen Steckbrief zu einer bestimmten Pflanze. Dies entspricht dem „Anforderungsbereich II: Anwenden und strukturieren” (Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.) 2017, S. 11). Die SuS bringen das fachspezifische Wissen mithilfe einer fachspezifischen Methode (Steckbrief) in eine Struktur. Damit erreichen die SuS das zweite Feinziel. Auch hier handelt es sich um ein kognitives Lernziel im Bereich Wissen (vgl. Meyer Junker 2016). Dieses Feinziel lässt sich auf der 5. Stufe „Synthese” einordnen (vgl. Döring 2010, S. 4).

Nachdem alle Informationen zusammengetragen und strukturiert worden sind, gehen die SuS hinaus in die Lebenswelt Schulgarten und suchen ihre Pflanze. Dabei erreichen sie ein weiteres Lernziel. Hier spielt die Aufmerksamkeit der SuS eine besondere Rolle. Deshalb wird hier die affektive Komponente und damit die 1.Stufe „Aufmerksamkeit” angesprochen (vgl. Döring 2010, S. 7). Zu verordnen ist dieses Lernziel im „Anforderungsbereich II: Anwenden und strukturieren” (Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.) 2017, S. 11). Die SuS suchen unter Anleitung und mit Hilfestellung ihre Pflanze im Schulgarten und wenden ihr Wissen damit in einem einfachen und ihnen bekannten Kontext an.

Im Anschluss präsentieren die SuS im Museumsrundgang ihre Pflanze und erreichen damit das vierte Feinziel der Stunde. Dies spricht sowohl die kognitive Komponente an, da sie ihr erworbenes Wissen benötigen, zum anderen auch eine soziale Komponente. Sie präsentieren ihr Wissen den Mitschülern und Mitschülerinnen. Der kognitive Anspruch der Aufgabe lässt sich in „Anforderungsbereich II: Anwenden und strukturieren” einordnen, da die SuS ihr Wissen fachsprachlich darstellen (Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.) 2017, S. 11).

Mithilfe der Feinziele soll es den SuS ermöglicht werden, am Ende der Stunde das Grobziel erreichen zu können. Zu beachten ist, dass die SuS in dieser Unterrichtsstunde auch ihre mediale Kompetenz und die bildungssprachliche Kompetenz „Präsentieren“ ausbauen können. Die Kompetenz im Kerncurriculum Niedersachsen kann also durch eine mediale und eine bildungssprachliche Kompetenz erweitert werden:

  • Die Schülerinnen und Schüler bauen ihre Kompetenz im Umgang mit Medien durch die Nutzung der Bienen-App auf dem Tablet weiter aus.
  • Die Schülerinnen und Schüler präsentieren mit Hilfe von Satzanfängen ihre gesammelten Ergebnisse in Form eines Museumsrundgangs.

Methodische Überlegungen 

Für den Einstieg in das Unterrichtsthema, um die SuS zu motivieren und um ihr Vorwissen zu aktivieren, haben wir uns für einen Bildimpuls entschieden. Da Pflanzen aus dem Schulgarten den inhaltlichen Rahmen der Stunde darstellen und Bilder im Verlauf der Stunde immer wieder vorkommen, haben wir den Stummen Impuls ausgewählt. Der Stumme Impuls eignet sich, um in ein neues Thema einzusteigen.

„Mit dieser Vorgehensweise soll das freie Assoziieren angeregt sowie das individuelle Vorwissen aktiviert werden.“

(Dübbelde 2017, S. 2)

Dazu werden die Bilder der Pflanzen kommentarlos in die Mitte gelegt (vgl. ebd.).

Symbolkarte zur Bildung eines Sitzkreises
Symbolkarte zur Bildung eines Sitzkreises

Die SuS können sich dann erste Gedanken zu den abgebildeten Pflanzen machen und ihr eigenes Vorwissen aktivieren. In Form eines Sitzkreises wird diese Methode durchgeführt, denn „[…] die Konstituierung des Sitzkreises schafft die Bedingungen der Möglichkeit, dass sich Lehrer und SchülerInnen aufeinander beziehen bzw. sich einem bestimmten Ereignis innerhalb des Kreises zuwenden können“ (Bohnsack/ Fitzsche/ Wagner-Willi 2015, S. 195).

Methodenkarten zum Stummen Impuls

Unterstützt wird die Durchführung der Methode durch Methodenkarten. Gerade schwächere SuS sollen durch diese Karten in ihrem Gedankenprozess unterstützt werden.

Nachdem ein paar stumme Momente vergangen sind, dürfen die Kinder ihre Gedanken und Assoziationen äußern. Hierbei kann die Lehrperson durch gezielte Fragestellungen unterstützen, sollten das freie Sprechen und das Aussprechen der Gedanken schwerfallen. Gerade in Bezug auf Sprachsensibilität ist es wichtig, dass die Lehrperson Gesprächsimpulse gibt, da das Sprechen vor Anderen und das Aussprechen eigener Gedanken zum Unterrichtsthema eine bildungssprachliche Kompetenz benötigt, diese gleichzeitig aber auch fördert.

„Die Lernenden sollen explizit dazu angeregt werden, sich über die (verstandenen) Fachinhalte zuerst in der ihnen bekannten Sprachvariante auszutauschen. In diesem Prozess kann die Lehrkraft die ihnen fehlenden sprachlichen Brücken erkennen und den SchülerInnen gezielt Sprachhilfestellungen geben, um sie schrittweise an die Fachsprache heranzuführen.”

(Michalak/ Lemke/ Goeke (Hrsg.) 2015, S. 139)

Da die Namen der Pflanzen Fachbegriffe sind, werden diese auf Karten in die Mitte gelegt. Die SuS können den Namen der Pflanze nicht nur hören, sondern auch lesen. Diese „[…] direkte Auseinandersetzung berücksichtigt individuelle Lernzugänge der Schülerinnen und Schüler, weckt das kindliche Interesse und hält es aufrecht“ (Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.) 2017, S. 7).

Zum Bilden der Gruppen werden Puzzle-Teile verteilt. Diese zeigen bereits die Pflanze, die die jeweilige Gruppe bearbeiten soll. Damit finden die SuS auf eine spielerische Art und Weise ihre PartnerInnen, ein Bezug zum Arbeitsthema wird zudem hergestellt. Alternativen zur Gruppenbildung stellen das Abzählen oder das Losen dar. Wir haben uns für Puzzle-Teile entschieden, da Bilder eine zentrale Rolle in der Unterrichtsstunde spielen und der Bezug zum Thema der Gruppe direkt hergestellt werden kann. Es werden dazu die gleichen Bilder wie beim Stummen Impuls verwendet.

Um den Arbeitsauftrag für alle verständlich darzustellen, werden die einzelnen Aufgaben durch Symbole ergänzt.

Dies soll die Aufmerksamkeitsspanne der SuS unterstützen und ihnen das leichtere Merken der Vorgehensweise ermöglichen.

„Individualisierung als Grundprinzip in jedem Unterricht zielt auf die individuelle Förderung jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers ab. Dabei werden Aspekte wie z.B. […] Leistungsfähigkeit und Sprachkompetenzen berücksichtigt.”

(Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.) 2017, S. 16)

In Gruppen bearbeiten die SuS eine spezifische Pflanze. Dazu bekommt jedes Kind ein Tablet, auf dem die Bienen-App installiert ist. „Anwendungen auf mobilen Endgeräten erweitern die Vielfalt von Zugängen zum Lerngegenstand und seiner methodischen Erarbeitung.” (Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.) 2020, S. 7), weshalb wir uns für die Arbeit mit der App entschieden haben. Die Bienen-App wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft herausgegeben und beinhaltet unter anderem ein Pflanzenlexikon. Dort werden die fachlichen Hintergründe der Pflanzen fachsprachlich dargestellt und mit Bildern sowie Symbolen unterstützt. Die App unterstützt die SuS bei der Aneignung von fachsprachlichen Inhalten und fördert sie in ihrer fachsprachlichen Kompetenz. Bei der Bedienung der App erhalten die SuS eine Unterstützung in Form eines Handouts. Damit sollen sie den Umgang mit der Bienen-App kennenlernen.

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Das gemeinsame Arbeiten an einer Pflanze sorgt dafür, dass sich die SuS gegenseitig über Informationen zur Pflanze austauschen können und ein gemeinsames ExpertInnenteam bilden. Bei Gruppenarbeiten nehmen die SuS „[…] verschiedene kommunikative Rollen […] ein und lernen dadurch, sprachliche Mittel differenziert zu gebrauchen” (Michalak/ Lemke/ Goeke (Hrsg.) 2015, S. 151). Die Gruppenarbeitsphase veranlasst die SuS zum Sprachhandeln.

„Förderung der Sprachentwicklung bedeutet automatisch, dass die SchülerInnen möglichst oft dazu aktiviert werden sollen, in mündlichen wie auch in schriftlichen Arbeitsphasen selbständig zu arbeiten und zugleich sprachlich zu handeln.”

(Michalak/ Lemke/ Goeke (Hrsg.) 2015, S. 150)

Die Bienen-App schult die mediale Kompetenz der SuS und bringt den Aspekt der Digitalität in die Unterrichtsstunde ein. Da SuS „[…] in ihrer Freizeit wie selbstverständlich zum Tablet oder Smartphone [greifen] […] ist es wichtig, dass sie lernen, reflektiert und verantwortungsvoll mit den neuen Medien und technischen Möglichkeiten umzugehen” (Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.)). Lexika und Sachbücher, die adressatInnengerecht fachliche Hintergründe zu den Pflanzen liefern, stellen eine analoge Alternative dar. Wir haben uns für die Bienen-App und damit für eine digitale Variante entschieden, um die SuS im Umgang mit Medien zu schulen und um ihnen einen Kompetenzausbau im Bereich Digitalität zu ermöglichen. Die Bienen-App, insbesondere das Pflanzenlexikon, verbindet Bilder, Text und Symbole miteinander und ermöglicht eine digitale Auseinandersetzung mit fachlichen Hintergründen zu den Pflanzen in der Unterrichtsstunde. Da alle von uns ausgewählten Pflanzen im Pflanzenlexikon der Bienen-App zu finden sind, bietet sich die Nutzung dieser App ebenfalls an.

Die Bienen-App für Android:

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.prettydigits.bienenapp&hl=de&gl=US

Die Bienen-App für IOS:

https://apps.apple.com/de/app/bienen-app/id645907275

Die SuS erstellen nach der Sichtung der fachlichen Hintergründe einen Steckbrief zur Pflanze. Hier wird zwischen einem vorstrukturierten und einem leeren Steckbrief differenziert.

Steckbriefe

„Entsprechend den individuellen Lernvoraussetzungen unterscheiden sich die Lernangebote z.B. in ihrer Offenheit und Komplexität […].”

(Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.) 2017, S. 16)

Die verschiedenen Versionen des Steckbriefes können, je nach Lerngruppe, entsprechend eingesetzt werden. Der Arbeitsauftrag für diese Erarbeitungsphase wird ebenfalls mit Symbolen ergänzt.

Die SuS erstellen gemeinsam den Steckbrief und können sich gegenseitig unterstützen. Wir haben uns für den Steckbrief entschieden, da dieser eine den SuS bekannte Art der Strukturierung darstellt und die wesentlichen Informationen zur Pflanze abbilden kann. Auch die Ergänzung mit den Bildern der Pflanzen bewerten wir als passend, da auch hier wieder Bilder mit eingebunden werden. Eine Differenzierung nach oben erfolgt durch das Arbeitsblatt Pflanzen im Jahreszeitenlauf, welches sich die SuS bei Bedarf holen können.

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Das Arbeitsblatt Pflanzen im Jahreszeitenlauf beinhaltet einen Sachtext, welcher mit Bilder unterstützt wird. Um den SuS bei der Bearbeitung eine Unterstützung zu bieten, wurde eine Wortliste als Methodenwerkzeug eingefügt.

„Mit Methoden-Werkzeugen können Lernsituationen gestaltet werden, die sowohl fachlich und sprachlich anregend und herausfordernd sind als auch die jeweiligen Bedürfnisse der Lernenden binnendifferenzierend berücksichtigen.”

(Leisen 2011, S. 20)

Durch dieses Methodenwerkzeug können die fachsprachlichen Inhalte von den SuS erschlossen werden. Als ein weiteres Methodenwerkzeug dient der Lückentext „[…] mit sprachdidaktisch sinnvoll eingebauten Lücken” (vgl. Leisen 2011, S. 21). Die SuS ergänzen darin fehlende Inhalte und festigen das Gelesene. Durch die Verknüpfung von Text und Bild auf dem Arbeitsblatt werden verschiedene Darstellungsformen geboten. Da sich LernerInnen auf individuell unterschiedliche Weise Inhalte erschließen, ist der „[…] Wechsel der Darstellungsform[en] in das Zentrum der Didaktik des sprachsensiblen Fachunterrichts zu stellen” (Leisen 2015, S. 134).

Nach der Arbeitsphase gehen die Lehrperson und die SuS gemeinsam nach draußen und erkunden den Schulgarten. Diese lebensweltnahe und handlungsorientierte Aufgabe ermöglicht den SuS die bewusste Wahrnehmung ihres Lebensraums Schulgarten mit all seinen „BewohnerInnen“. Nachdem alle ihre Pflanze entdeckt haben, auch hier werden die SuS mit Bildern bei der Suche unterstützt, sollen sie den anderen Kindern ihre Pflanze präsentieren. Das Präsentieren von Informationen vor anderen stellt eine bildungssprachliche Kompetenz dar. Die SuS müssen dazu in das Sprachregister Bildungssprache wechseln. Deshalb wird diese Aufgabe mit Satzanfängen unterstützt.

„In der Interaktion werden Lernangebote zur Verfügung gestellt, die helfen, von Alltags- oder umgangssprachlichen Formulierungen zu bildungssprachlichen Ausdrücken und Darstellungen zu gelangen.”

(Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.) 2017, S. 15)

An diesen Satzanfängen zur Ergebnispräsentation können sich die SuS bei ihrer Präsentation orientieren. Damit alle Kinder die bearbeiteten Pflanzen kennenlernen, wird ein Museumsrundgang durchgeführt. Hier stellt immer ein Kind der Gruppe die Pflanze vor, an der die Gruppe gerade steht. Dann wird ein Signal von der Lehrperson gegeben und es erfolgt der Wechsel zur nächsten Pflanze. Am Ende durfte jedes Kind die Pflanze vorstellen, zu der es den Steckbrief erstellt hat und konnte die anderen Pflanzen ebenfalls kennenlernen. Der Museumsrundgang hat den Vorteil, dass die Kinder nur in Kleingruppen eine Präsentation durchführen müssen. Das sensibilisiert sie im Sprechen vor anderen und übt die bildungssprachliche Kompetenz Präsentieren von Informationen vor MitschülerInnen. Durch das Präsentieren in Kleingruppen werden die SuS schrittweise an „[…] komplexere Sprachformen der Bildungs-, Fach- oder Wissenschaftssprache” herangeführt (Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.) 2017, S. 15).

Satzanfaenge

Zum Unterrichtsabschluss finden sich alle in einer Sitzecke draußen ein und die Lehrperson führt mit den SuS ein Quiz durch. Dazu bekommt jede Gruppe ein Tablet mit dem Zugang zu Kahoot, einem Online Quiz-Tool. Die Lehrperson teilt dazu die von ihr vorbereiteten Fragen zu den Unterrichtsinhalten der Stunde und die SuS beantworten diese in Teams. Das Team mit den meisten richtigen Antworten gewinnt. Da das Beantworten der Fragen in Teams erfolgt, können Einzelne vom Wissen der gesamten Gruppe profitieren. Die Informationen zu den Pflanzen werden durch das Quiz wiederholt und gefestigt. Diese digitale Quizumsetzung bietet sich an, da wenig Material und Vorbereitung benötigt wird und die Kinder auch hier in ihrer medialen Kompetenz geschult werden können. „Medienkompetenz ist […] eine Schlüsselqualifikation unserer Gesellschaft und die Entwicklung eines bewussten Umgangs mit Medien […]” sollte den Kindern ermöglicht werden (Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.) 2017, S. 14). Die Lehrperson kann die Fragen im Vorfeld vorbereiten. Auch hier haben wir die Bilder der Pflanzen erneut eingebaut, um einen weiteren Zugang zur Pflanze zu ermöglichen, sollte der Name in der Fragestellung nicht ausreichen. Im gesamten Unterrichtsverlauf finden die Bilder Raum und bilden damit einen Rahmen. Eine analoge Alternative könnte durch Fragekarten erfolgen. Diese könnten von der Lehrperson vorbereitet werden und am Ende der Stunde zum Einsatz kommen. Hier benötigen die Teams dann Blatt und Stift, um ihr Ergebnis aufzuschreiben. Auch hier gilt: Die Gruppe mit den meisten richtigen Antworten gewinnt.

Der Link zum Quiz:

https://create.kahoot.it/share/quiz-pflanzen-im-schulgarten/712015b0-2429-4d0b-8209-292696832300

Die Fragenkarten:

Analoge-Alternative_Quizfragen-2

Stundenverlaufsplan

Fach: Sachunterricht

Klasse: 4

Zeit: 90 Minuten

Thema: Pflanzen in der Umgebung

Kompetenzerweiterung der Stunde: Die Schülerinnen und Schüler erkunden verschiedene Lebensräume und beobachten, ordnen und bestimmen typische Pflanzen.

Zeit/ PhaseLernsituationSozialformMedien/Material
08:00-08:05 Uhr BegrüßungLehrperson und SuS begrüßen sich (ritualisiertes Vorgehen).Plenum 
08:05-08:08 Uhr Organisations-phaseLehrperson bildet mit SuS einen Sitzkreis.Plenum/ SitzkreisSitzecke
Sitzkissen

Symbolkarte
Sitzkreis
08:08-08:15 Uhr

Einstieg
Vorwissensaktivierung – Motivierung – Themeneinstieg
Bildimpuls (Fotos vom Schulgelände/von Pflanzen, die dort zu finden sind)
Methode: Stummer Impuls (ergänzt durch Methodenkarten) Sprachsensibilität: Unterstützung mit Wortkarten

Gesprächsanlässe/Redeimpulse: Welche Pflanze kennt ihr?
Habt ihr diese Pflanze schon einmal gesehen?
Wächst davon etwas in eurem Garten/auf dem Balkon?

Lehrperson leitet zum Unterrichtsthema über: Das sind heute unsere Pflanzen, darüber wollen wir heute mehr erfahren.
Plenum/ SitzkreisBilder von Ahorn, Löwenzahn, Brombeere,
Kastanie,
Sonnenblume

Methodenkarten
zum Stummen
Impuls (Auge, Denkblase, Sprechblase)

Wortkarten mit
Namen der Pflanzen
08:15-08:20 Uhr

Organisations-phase
Arbeitsauftrag für die Gruppenarbeit wird erläutert und mit Symbolkarten unterstützt (Sprachsensibilität).

Recherchiert zu eurer Pflanze
1. Finde deine Gruppe (Puzzle-Teile).
2. Schaue dir alle Materialien an (Auge).
3. Finde deine Pflanze in der Bienen-App (App-Symbol, Lupe).
4. Informiere dich über deine Pflanze (I-Symbol, Wissen).
5.Tausche dich mit deiner Gruppe über die Pflanze aus (Sprechblase/Gruppensymbol).

Lehrperson verteilt die Puzzle-Teile zur Gruppenbildung (Puzzle zeigt Pflanze der Gruppe).

SuS finden sich in Gruppen zusammen. Lehrperson koordiniert Gruppenfindungsphase und verteilt Umschläge und Tablets für die Gruppen.

(Gruppentische einrichten/vorhanden)
Plenum SitzkreisSymbolkarten zum Arbeitsauftrag  

Puzzleteile
(4er- Puzzle;
pro Pflanze eins)

Bilder der Pflanzen

Umschläge mit Arbeitsmaterialien:

-Steckbriefe
-Handout-Bienen-App

Klassensatz Tablets mit der Bienen-App
08:20-08:50 Uhr

Erarbeitung
SuS erarbeiten mit Hilfe der „Bienen-App“ die fachlichen Hintergründe der jeweiligen Pflanze.
Lehrperson beendet erste Arbeitsphase mit einem Signal und erklärt weiteres Vorgehen.

Sprachsensibilität: Unterstützung durch Symbolkarten

Erstellt gemeinsam einen Steckbrief
1.Findet Kriterien/Überschriften für euren Steckbrief (Checkliste).
2.Sucht die passenden Informationen heraus (App-Symbol Lupe).
3.Gestaltet den Steckbrief auf dem Arbeitsblatt (Blatt und Stift).
4.Ein Zusatzarbeitsblatt liegt vorne zur Abholung bereit (+Symbol und Blatt).

Differenzierung nach unten: Vorstrukturierter Steckbrief
Differenzierung nach oben: Arbeitsblatt „Pflanzen im Jahreszeitenlauf“

Lehrperson unterstützt SuS während der Arbeitsphase und kontrolliert Ergebnisse.
Gruppen-arbeitAnaloge Alternative: Lexika/Sachbücher

Glocke      

Symbolkarten für Arbeitsauftrag  

Steckbrief-Vorlagen

Arbeitsblatt „Pflanzen im Jahreszeitenlauf“
08:50-08:55 Uhr

Organisations-phase
Lehrperson und SuS gehen mit Steckbriefen nach draußen (Schulgarten).
Lehrperson nimmt Tablets mit (Unterrichtsabschluss).
Lehrperson erklärt weiteres Vorgehen (wenn möglich in einer Sitzecke).

1. Sucht eure Pflanze im Schulgarten.
2. Schaut euch die Pflanze genau an.
Achtung: Nicht anfassen!
3. Jedes Gruppenmitglied soll im Museumsrundgang einmal die Pflanze vorstellen. Bereitet euch darauf vor.

Lehrperson verteilt dazu das AB „Hilfekasten“.
PlenumSteckbriefe

Tablets          

Hilfekasten (Satzanfänge)
08:55-09:05 Uhr

Erarbeitung
SuS erkunden das Schulgelände (den Schulgarten) und suchen ihre Pflanzen.

Die SuS nutzen das Puzzle-Bild bei der Suche.

SuS bereiten sich auf den Museumsrundgang vor.
Gruppen-arbeitBilder vom Schulgelände (Puzzle-Teile)
09:05-09:25 Uhr

Sicherung
Lehrperson teilt vier Gruppen mit jeweils fünf SuS für den Museumsrundgang ein.
Aus jeder ExpertInnengruppe ein Mitglied für eine neue Gruppe.

SuS machen Museumsrundgang und präsentieren ihre Ergebnisse an den Pflanzen vor Ort.

Sprachsensibilität: Satzanfänge zur Präsentation als Redeimpuls

Lehrperson gibt Signale bei Wechsel/ bei Ende.

Methode: Museumsrundgang
Gruppen-arbeitSteckbriefe    

Hilfekasten (Satzanfänge)

Glocke
09:25-09:35 Uhr

Abschluss
Kahoot-Quiz in der Sitzecke draußen.
Lehrperson teilt Fragen, SuS beantworten in ihren Gruppen die Fragen. Gruppe mit den meisten richtigen Antworten gewinnt.

Analoge Alternative:
1. Lehrperson schreibt die Fragen einzeln auf Karten und präsentiert diese den Gruppen.
2.Per Zettel können die SuS ihre Lösung aufschreiben.
3. Die Lehrperson sammelt Ergebnisse und vergibt pro richtige Antwort einen Punkt.
4. Gruppe mit den meisten Punkten gewinnt, wie bei digitaler Umsetzung.
Gruppen-arbeit5 Tablets

Analoge Alternative:
Karten mit Fragen und Zettel und Stift
Stundenverlaufsplan

Literaturverzeichnis

Buchquellen:

  • Bartsch, Norbert/ von Lüpke, Burghard/ Röhrig, Ernst (2020): Waldbau auf ökologischer Grundlage. 8., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Eugen Ulmer.
    • [Kurztitel: Bartsch/ von Lüpke/ Röhrig (2020)]
  • Bohnsack, Ralf/ Fritzsche, Bettina/ Wagner-Willi, Monika (Hrsg.) (2015): Dokumentarische Video- und Filminterpretation: Methodologie und Forschungspraxis (2., durchgesehene Auflage). Opladen: Babara Budrich.
    • [Kurztitel: Bohnsack/ Fritzsche/ Wagner-Willi (2015)]
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) (Hrsg.) (2020): Bienenfreundliche Pflanzen: Das Pflanzenlexikon für Balkon und Garten. Berlin: MKL Druck GmbH & Co. KG.
    • [Kurztitel: BMEL (Hrsg.) (2020)]
  • Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts (GDSU) (Hrsg.) (2013): Perspektivrahmen Sachunterricht. Vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt.
    • [Kurztitel: GDSU (Hrsg.) (2013)]
  • ISIS Verlag (Hrsg.) (1997): Großes Lexikon A-Z: Zeitnah und übersichtlich. Chur: ISIS
    • [Kurztitel: ISIS (1997)]
  • Michalak, Magdalena/ Lemke,Valerie/ Goeke, Marius (Hrsg.) (2015): Sprache im Fachunterricht: Eine Einführung in Deutsch als Zweitsprache und sprachbewussten Unterricht. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag GmbH + Co. KG.
    • [Kurztitel: Michalak/ Lemke/ Geoke (Hrsg.) (2015)]
  • Nießeler, Andreas (2015): Lebenswelt/Heimat als didaktische Kategorie. In: Kahlert, Joachim u.a. (Hrsg.): Handbuch Didaktik des Sachunterrichts. 2. aktualisierte und erweiterte Auflage. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt. S. 27-31.
    • [Kurztitel: Nießeler 2015]
  • Stützel, Thomas (2010): Botanische Bestimmungsübungen: praktische Einführung in die Pflanzenbestimmung; 6 Tabellen. 2., korrigierte Auflage. Stuttgart: UTB GmbH.
    • [Kurztitel: Stützel 2010]
  • Weilemann, Ludwig Sacha/ Ritter-Weilemann, Irene (2016): Elternratgeber Gift im Garten: Wie Sie Kinder vor giftigen Pflanzen schützen. Berlin: Springer.
    • [Kurztitel: Weilemann/ Ritter-Weilemann 2016]


Internetquellen:

  • Brockhaus (2021): Brombeere. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/brombeere
    • (Zugriff: 12.01.2021).
    • [Kurztitel: Brockhaus 2021]
  • Brockhaus (2021): Ahorn. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/ahorn
    • (Zugriff: 12.01.2021).
    • [Kurztitel: Brockhaus 2021b]
  • Brockhaus (2021): Kastanie (Botanik). http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/kastanie-botanik
    • (Zugriff: 12.01.2021).
    • [Kurztitel: Brockhaus 2021c]
  • Brockhaus (2021): Rosskastanie. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/rosskastanie
    • (Zugriff: 12.01.2021).
    • [Kurztitel: Brockhaus 2021d]
  • Brockhaus (2021): Löwenzahn. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/löwenzahn
    • (Zugriff: 13.01.2021).
    • [Kurztitel: Brockhaus 2021e]
  • Brockhaus (2021): Sonnenblume. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/sonnenblume
    • (Zugriff: 13.01.2021).
    • [Kurztitel: Brockhaus 2021f]
  • Leisen, Josef (2015): Fachlernen und Sprachlernen! Bringt zusammen, was zusammen gehört!
    • http://www.josefleisen.de/downloads/sprachbildung/01%20Fachlernen%20und%20Sprachlernen%20-%20MNU%202015.pdf (Zugriff 11.02.2021).
    • [Kurztitel: Leisen 2015]
  • Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.): Kerncurriculum für die Grundschule Schuljahrgänge 1-4. Sachunterricht. Hannover 2017
    • www.cuvo.nibis.de (Zugriff: 14.01.2021).
    • [Kurztitel: Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.) 2017]

Bildquellen:

  • Titelbild: https://pixabay.com/de/photos/kind-abenteuer-aussen-abenteurer-3751419/ (Zugriff: 10.02.2021).
  • Bilder der Pflanzen
    • Ahorn:https://pixabay.com/de/photos/blätter-ahorn-ahorn-blätter-laub-5544633/ (Zugriff: 10.02.2021).
    • Brombeere: https://pixabay.com/de/photos/brombeeren-brombeerblüte-3481349/ (Zugriff: 10.02.2021).
    • Kastanie: https://pixabay.com/de/photos/kastanie-baum-blume-blüte-aesculus-2099058/ (Zugriff: 10.02.2021).
    • Löwenzahn: https://pixabay.com/de/photos/löwenzahn-natur-blume-frühling-1359437/ (Zugriff: 10.02.2021).
    • Sonnenblume:https://pixabay.com/de/photos/sonnenblume-gelb-blume-pollen-1627193/ (Zugriff: 10.02.2021).
  • Bilder des Arbeitsblattes Pflanzen im Jahreszeitenlauf
    • Bild 1: Knospen: https://pixabay.com/de/photos/nahaufnahme-zweig-frühling-grün-5125515/ (Zugriff: 10.02.2021).
    • Bild 2: Brombeere: https://pixabay.com/de/photos/brombeeren-obst-busch-pflanzen-2683727/ (Zugriff: 10.02.2021).
    • Bild 3: Ein Baum im Herbst: https://pixabay.com/de/photos/baum-allee-gegenlicht-sonne-feld-779827/ (Zugriff: 10.02.2021).
    • Bild 4: Bäume im Winter: https://pixabay.com/de/photos/wald-pfad-schnee-bäume-wanderweg-2141331/ (Zugriff: 10.02.2021).
  • Symbolkarte Sitzkreis:

Ein Blogbeitrag von Luca-Thessa Buß und Anneke Wetjen

Anhang- benötigte Materialien zum Download

Methodenkarten-Stummer-Impuls-1

Wortkarten

Symbolkarten-1

Stundenverlaufsplan_Pflanzen-in-der-Umgebung-4

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