Malerei für Anfänger

Linnea Hartwig

Exkursion

Exkursion ins Sprengel-Museum

Die Exkursion in das Sprengel-Museum in Hannover fand am 2. Mai statt. In der Exkursion haben wir mehrere Bereiche des Museums und dessen Ausstellungen erkundet und diskutiert. Die Ausstellung: PABLO PICASSO I MAX BECKMANN. MENSCH – MYTHOS – WELT , die die meiste Zeit in Anspruch nahm, stellte Kunstwerke von Max Beckmann und Pablo Picasso aus. Nachdem wir dort zunächst eigenständig erkundet haben, erarbeiten wir die Aufgabe, mehrere Lieblingsbilder herauszusuchen und dabei eines in den Fokus zu nehmen. Bei einer gemeinsamen Gruppenbesprechung wurden diese Bilder dann hingehend auf Malweise und Vorgehen analysiert. Dies sollte im Kontext unseres Seminars dabei helfen, die eigenen neu gewonnenen Kenntnisse von Künstlern angewendet zu sehen. Auch diente die Ausstellung dazu einen deutlichen Unterschied zwischen zwei Künstlern, nicht nur in dem Subjekt, sondern auch in der Malweise an sich festzustellen.

Rivalen: Ringerpaar
1908
45 x 55 cm
Max Beckmann
Hummer und Siphon
1948
101 x 81,5 cm
Pablo Picasso
Große Sterbeszene
1906
141 x 131 cm
Max Beckmann
Stillleben mit Stierschädel
1942
65.3 x 80 cm
Pablo Picasso

Zusätzlich zu dieser Ausstellung besuchten wir die Ausstellung: Abenteuer Abstraktion – Von der Moderne bis zur Gegenwart. Besonders interessant waren für mich Kurt Schwitters‘ Merzbau und El Lissitzkys Kabinett der Abstrakten. Hier sind noch ein Paar weitere Werke, die meine Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hatten.

Ober-Reissen (Village Church)
1924
50,7 x 78 cm
Lyonel Feininger
T 56-10 –
1956
143 x 195 cm
Hans Hartung
Am 7
1926
75,8 x 96 cm
László Moholy-Nagy

Dieses Bild habe ich in El Lissitzkys Kabinett der Abstrakten geschossen. Ich finde, dass die Verzerrung und wiederholte Spiegelung in dem Spiegel, sowie die Löcher, ein interessantes Bild ergeben haben.

Skizzen zu den Werken

Zunächst habe ich mir das Werk: Rivalen: Ringerpaar (1908) von Max Beckmann ausgesucht, da ich die Dynamik der Pose der beiden Ringe erstaunlich finde. Trotz eines gewissen Abstraktionsgrads, der durch den breiten Pinselauftrag entsteht, hat Beckmann es geschafft die Körper so darzustellen, dass die Formen der Körper nicht nur erkennbar sind, sondern auch dass er die Kraft der Kämpfer einfängt. Des Weiteren fiel mir dieses Bild auf, da es sich stark von seinen anderen Bildern unterschied. Es hat einen hohen Grad an Naturalismus und zeigt einen Ausschnitt, der die Bildobjekte wie ein Foto einrahmt.

Das zweite Bild, was ich skizziert habe, war das Werk: Hummer und Siphon (1948) von Pablo Picasso. Für dieses Werk habe ich mich entschieden, da es direkt neben einem weiteren, ähnlichen Bild hing. Auf Diesem waren mit einem anderen Abstraktionsgrad und einem anderem Medium, die selben Bildelemente vorhanden. Auch war das Nachbarbild nicht farbig, sondern monochrom. Von beiden Bildern habe ich mich jedoch für dieses entschieden, da ich die Komposition sehr viel ansprechender finde und es toll finde, wie eine Gegenständlichkeit nur anhand abstrakter Formen entstehen kann. Für mich waren der Hummer, sowie die Zitronenpresse und die Zitrone Bildgegenstände, die eindeutig sind und keine weitere Erklärung fordern.

Meine dritte Skizze machte ich zu dem Gemälde: Große Sterbeszene (1906) von Max Beckmann. Dieses Bild hat mich direkt angesprochen. Das Thema ist grausig und es liegt dem Betrachter schwer, die Intimität dieses Bildes zu ignorieren. Es wirkt fast, als würde man durch ein Fenster dieses Szene beobachten – als wäre man ein Beobachter, der diese Szene nie hätte sehen sollen. Was für mich ausschlaggebend war, war die Benutzung der primär Farben. Die Elemente des Bildes sind verschiedenfarbig gekennzeichnet. Es gibt Flächen, die nur gelb, blau oder rot sind. Diese Flächen fallen ins Auge, nicht nur weil sie beinah einfarbig sind, sondern auch da Ihnen die nötigen Details fehlen, um von der Flächigkeit abzulenken. Auch die Nutzung von Licht und Schatten in dem Bild finde ich fantastisch. Wie sich die Person vom Hintergrund abheben, da sie durch die helle Farbe auf dem dunklen Hintergrund beinahe zu leuchten scheinen.

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