Bei meinem ersten Motiv habe ich mich für ein Motiv des Bereiches Tier entschieden. Als ersten Schritt ging es darum ein Motiv in unterschiedlichen Ausschnitten und Perspektiven zu fotografieren und sich für eine Ausrichtung zu entscheiden.
Ich habe mich bei meinen drei Perspektiven für die Vorlage unten rechts entschieden.
Hier hat mich der Bildaufbau und die Komposition und deren dynamische Wirkung angesprochen. Dadurch, dass die diagonalen Kompositionslinien der zwei Schwäne in unterschiedliche Richtungen verlaufen, erhält das Bild eine dynamische Wirkung. Des Weiteren fand ich die quadratische Form an sich sehr spannend, weil das Quadrat eine eher untypische Form im Vergleich zum Rechteck darstellt.

Als nächstes habe ich drei Farbskizzen zu der Vorlage unten rechts entwickelt. Hierbei gehts vor allem darum, sich von der Gegenstandsfarbe zu lösen und eine eigene Farbigkeit zu entwickeln. Insgesamt soll eine neue Farbatmosphäre in den Skizzen geschaffen werden.

Ich habe mich bei meinem Werk an der lilanen Farbatmosphäre orientiert, da ich die Wirkung zwischen den weißen Schwänen auf dem lilanen Wasser sehr aussagekräftig finde. Es wirkt teilweise ein bisschen verträumt und romantisch. Um den Kontrast im Bild zu erhöhen, habe ich mich jedoch dazu entschieden, die Blätter, anders als in der Farbskizze, in Grüntönen darzustellen. Hierdurch wird ebenfalls der leichte Grünschimmer in Teilbereichen des Wassers, sowie im Gesicht des Schwans um den Schnabel erneut aufgegriffen. Dadurch erhält das Werk eine runde Gesamtwirkung.

Bei dem Bild habe ich versucht, möglichst viele Farbaufträge mit einzubeziehen. Bspw. habe ich das Wasser aus lasierenden Blau-, Grün- und Lilatönen gemalt. Auch die Spiegelungen der Schwäne im Wasser und die Binnenschatten im Fell der Schwäne wurden von mir lasierend gemalt.


Bei den zwei kleinen Schwänen, habe ich die Acrylfarbe tupfend aufgetragen, damit das Fell der Schwäne eine flauschige Wirkung erhält.

Deckende Farbaufträge habe ich an mehreren Stellen des Werkes z. B. bei den Blättern verwendet. Da ich vorher größtenteils meine Werke mit deckenden Farbaufträgen gemalt habe, fiel mir das Verwenden dieses Farbauftrags leichter als das Verwenden von anderen Farbaufträgen.

Bei den anderen Farbaufträgen fiel es mir ein bisschen schwerer, diese automatisch anzuwenden und ich musste mir im Vorhinein überlegen, welche Aspekte des Bildes ich z. B. lasierend malen möchte (wie z. B. beim Wasser).
Gerade spontane Farbaufträge ins Bild zu integrieren, stellte für mich eine Herausforderung dar. Hierbei habe ich mich dann dazu entschieden, die Reflektionen des Wassers als spontane Farbaufträge aufzutragen. Dieses habe ich durch eine lockere Haltung des Pinsels, sowie durch eine lockere Pinselführung versucht umzusetzen.

Der Malprozess:





Beim Malen des Bildes habe ich mit dem Malen der Konturen begonnen. Anschließend habe ich das lasierende Wasser gemalt und die Konturen der Schwäne weiß ausgemalt. In den folgenden Schritten habe ich zwischen dem Verbessern der Wasserstruktur, dem Malen der Blätter und dem Malen der Schwäne hin und her gewechselt. Ganz zum Schluss habe ich Details wie z. B. die Reflektion der Schwäne und des Lichts im Wasser hinzugefügt.
In meinem Malprozess kann man gut erkennen, dass ich mit den Proportionen des vorderen Schwans experimentiert habe, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war.
Fazit:
Insgesamt bin ich mit der Ausarbeitung meines Bildes zufrieden. Gerade die variierende Farbigkeit des Wassers mit den verschiedenen Tönen, sowie die Wirkung der Federn von den Schwänen ist mir meiner Meinung nach gut gelungen. An dem Federkleid der Schwäne gefällt mir besonders gut, dass ich die Lichtreflektionen und die Schatten durch verschiedenen Töne wie z.B. Lilatöne, Gelbtöne und Blautöne dargestellt habe und nicht ausschließlich Grauabstufungen verwendet habe.
Jedoch sind mir die Proportionen der Schwäne im Vergleich zum Originalbild nicht exakt gelungen. Bspw. ist der Hals des vorderen unteren Schwans im Foto nicht so stark gebogen, wie ich ihn gemalt habe. Da ich auf dem lasierenden Untergrund die Schwäne deckend gemalt habe, fiel es mir schwer diese Proportionen zu korrigieren. Denn die fehlerhaften Stellen hätte ich nur ebenfalls mit deckenden Farbaufträgen wieder korrigieren können, wodurch teilweise die lasierende Wirkung des Wassers hätte verloren gehen können.