Forschung: Drehorgelspielern auf der Spur

Wer waren eigentlich die Verkäufer, die in den 1840er, 50er und 60er Jahren Kolportageliteratur auf Jahrmärkten und Volksfesten in der Region vertrieben haben? In der Regel waren es Drehorgelspieler – und diese Straßenmusikanten haben in den historischen Archiven Spuren hinterlassen, mussten sie sich doch für ihr Gewerbe um obrigkeitliche Konzessionen bemühen. Aus Dokumenten des Niedersächsischen Landesarchivs, die im Rahmen des Projekts erstmals gesichtet und mit den Oldenburger Kleindrucken in Verbindung gebracht wurden, ergibt sich ein detailreiches Bild des mobilen Handels mit ›Jahrmarktliteratur‹ im heutigen Niedersachsen. Nicht zuletzt erzählen die Dokumente auch von den logistischen Problemen und sozialen Vorbehalten, mit denen sich ›fahrende‹ Musiker konfrontiert sahen.Die Ergebnisse meiner Nachforschungen sind soeben im Archiv für Geschichte des Buchwesens (Bd. 80, 2025) erschienen.

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