Mit Big Data sind sehr große (elektronische) Datenmengen gemeint; zum Beispiel Texte von Social-Media-Plattformen wie Facebook und Instagram, Bilder und Videos von Überwachungskameras und vieles mehr.

Level:

Definition

Der Begriff Big Data kommt aus dem Englischen und beschreibt besonders große Datenmengen. Die Daten zeichnen sich vor allem durch ihre Größe, Komplexität, Schnelllebigkeit sowie die grundsätzlich schwache Strukturierung aus. Im Deutschen sprechen Experten im Regelfall auch von Massendaten, wobei die Definition identisch ist. Im normalen Sprachgebrauch wird der Begriff Big Data zudem als Sammelbegriff für eine Vielzahl von digitalen Technologien genutzt. Diese verursachen aus sozialer Sicht einen gesellschaftlichen Umbruch und schaffen aus technischer Sicht eine Ära neuer und digitaler Kommunikations- und Verarbeitungsmöglichkeiten. Der Begriff Big Data ist dabei nicht statisch, sondern unterliegt einem kontinuierlichen Wandel. Im Regelfall wird mit diesem Begriff auf die Technologie beschrieben, die das Sammeln und Auswerten dieser Daten ermöglicht.

Die Definition der Begrifflichkeit ermöglicht zudem eine Unterteilung in drei verschiedene Dimensionen:

  • Variety: Beschreibt die Bandbreite der Datenquellen und -typen.
  • Volume: Umfasst den Umfang und das eigentliche Datenvolumen.
  • Velocity: Beschreibt, mit welcher Geschwindigkeit die Datenmengen generiert und transferiert werden.

In jüngster Zeit wird die Definition um die beiden Bezeichnungen Value und Validity ergänzt. Diese stehen für den Mehrwert, den das Unternehmen durch diese Daten generiert sowie die Datenqualität, die im Betrieb sicherzustellen ist.“ (https://weissenberg-group.de/einfach-erklaert-was-ist-big-data/)

Videodefinition: https://www.youtube.com/watch?v=X_FiBBCSXp4

Bekannt sein sollte

Internet, digital, Digitalisierung, Datenschutz

Gehört zu

Anglizismus, Fachbegriff

Didaktisches / im Unterricht

Wenn das Thema Big Data im Unterricht behandelt werden soll, kommen wir nicht um einige weitere, angrenzende Themenbereiche wie beispielsweise Datenschutz, Internet und Digitalisierung herum; all diese greifen ineinander. Vor allem das sensible Thema des Datenschutzes bzw. der Datenspeicherung sollte mit den Lernenden erörtert werden, sodass sie verstehen, was mit ihren Daten passiert, wenn sie sie im Internet preisgeben und wie sie ihre Daten besser schützen können. Dafür ist es auch relevant, zu verstehen, auf welche Daten es bestimmte Unternehmen zu welchem Zweck abgesehen haben.

Bei der ZEIT kann online eine kostenlose Registrierung vorgenommen werden, um Zugriff auf Arbeitsblätter zu eben dieser Thematik zu erhalten: https://www.zeitfuerdieschule.de/materialien/arbeitsblatt/big-data/ 

Keine Registrierung ist nötig bei den Materialien von klicksafe, „Datenschutz geht zur Schule“ – hier wird Big Data konkret im Kontext von Datenschutz und Datensicherheit behandelt: https://www.klicksafe.de/fileadmin/media/documents/pdf/Broschren_Ratgeber/BvD_Lehrerhandout.pdf 

Kerncurriculum

Lernfeld Daten und ihre Spuren.

„Die Schülerinnen und Schüler …

  • benennen die für die Nutzung von sozialen Netzwerken relevanten gesetzlichen Grundlagen im Bereich Datenschutz und Urheberrecht. […]
  • erläutern die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Umgang mit ihren persön- lichen Daten wie z. B. informationelle Selbstbestimmung, Allgemeine Geschäfts- bedingungen (AGB) und Datenschutzrichtlinien.“

(KC Informatik Niedersachsen S. 16-17)

Sprachliches

Anglizismus (= große Datenmenge); kein Artikel; immer im Plural (data = die Daten; kein Singular)

Aussprache:

Wortbeispiele: die Big-Data-Analyse, die Big-Data-Lösungen

Verwendungsbeispiele

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