Der Überblick
Herzlich willkommen! In diesem Glossar finden Sie verschiedenste Begriffe rund um das Thema Digitalisierung. Dabei werden sie nicht wie üblich lediglich definiert, sondern sind im Sinne eines Netzwerks in Verbindung mit verwandten Bereichen und Begriffen gesetzt und hinsichtlich der sprachlichen Besonderheiten betrachtet. Zudem finden sie didaktische Anregungen und Tipps für den Unterricht sowie weiterführende Materialien.
Die Idee
Grundidee des Glossars ist es also, ein wenig Licht ins digitale Dunkel zu bringen, sodass Sie die vorgestellten Begriffe und Konzepte für den Unterricht über Digitalisierung und/oder mit digitalen Medien nutzen können. Eine unter Lehramtsstudierenden der Universität Oldenburg durchgeführte Studie fand heraus, dass die Bereitschaft, digitale Medien im Unterricht einzusetzen, steigt, wenn das medienbezogene sprachliche Selbstkonzept entsprechend hoch ist, also die zu verwendenden Begrifflichkeiten klar und verständlich sind (vgl. Studie Dittert / Gronau / Großmann / Arndt 2020 i.V. / unter Vorbehalt; muss geprüft werden). Ist dies nicht der Fall, so werden beispielsweise Anglizismen, Metaphern oder ähnliche sprachliche Besonderheiten gemieden oder Lehrkräfte übersehen die inhaltliche Vorbesetzung bestimmter Begrifflichkeiten, wodurch es zu Missverständnissen kommen kann (vgl. Diethelm / Goschler 2015). Um dies zu umgehen, kann als gemeinsame Verständigungsgrundlage das Glossar genutzt werden. Denn in der Informatik ist es häufig so, dass Begriffe sehr bereichsspezifisch definiert sind und meist einer begrifflichen Aushandlung bedürfen (vgl. ebd. S. 21-22). Die aufgeführten Begrifflichkeiten können im Unterricht thematisiert und verhandelt werden, sodass z.B. über einen metasprachlichen Diskurs ein gemeinsamer begrifflicher Nenner gefunden werden kann. Hierbei ist es zentral, dass die Lehrkräfte sprachsensibel vorgehen, sich also der möglichen sprachlichen Stolpersteine, die beispielsweise durch das Zusammentreffen verschiedener Disziplinen, eventuell irreführender Metaphern oder auch Homonymen entstehen, bewusst sind und diese metasprachlich mit den Lernenden thematisieren.
Die Zielgruppen
Gedacht ist das Glossar für Studierende, Referendar*innen und bereits agierende Lehrkräfte, die Unterstützung bei der Vorbereitung ihres Unterrichts suchen. Die Inhalte des Glossars können auch direkt mit den Schüler*innen selbst sowie in Kollegien verhandelt werden, sodass sinnbildlich alle dieselbe Sprache sprechen.
Dies ist relevant, da die Aufgabe von Schule und somit von Lehrkräften u.a. die Befähigung der Lernenden zu einer aktiven und selbstbestimmten Teilhabe an der Gesellschaft ist – und die ist nun mal zunehmend digital (vgl. KMK Strategie, S. 10).